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Koen Heijl über Track & Trace: „Bei Verzögerungen möchte man wissen, wo sich die Ware befindet.“

4 minuten leestijd
Gepost op 17-09-2026
door Benthe Bemelman

Für Koen Heijl, Geschäftsführer von Heyl Blumengroßhandel, steht in der Logistik vor allem Zuverlässigkeit im Mittelpunkt. Da täglich Zehntausende Produkte auf dem Weg zu Floristen in ganz Deutschland sind, weiß er wie kein anderer, wie wichtig es ist, dass die Ware pünktlich ankommt. Dennoch liegt der größte Wert von Track & Trace seiner Meinung nach nicht in den Lieferungen, die planmäßig ablaufen. „Wir erwarten eigentlich einfach, dass die Lieferung pünktlich eintrifft. Das ist die Basis“, erklärt er. „Wenn das jedoch nicht gelingt, möchte man so schnell wie möglich erfahren, was los ist.“

Nicht für die Lieferung, die einfach reibungslos verläuft, sondern für den Ausnahmefall

Viele logistische Abläufe verlaufen vorhersehbar. Gärtner liefern oft zu festen Terminen, und erfahrene Einkäufer wissen daher genau, was sie erwarten können. Genau deshalb sieht Koen den Mehrwert von Track & Trace vor allem bei Abweichungen. „Wenn eine Lieferung nicht wie vereinbart ankommt, muss man handeln. Dann möchte man wissen, wo sich die Ware befindet.“

Laut Koen liegt genau darin der Wert. Bei einer Verzögerung kommt schnell Unsicherheit auf: Ist die Ware schon unterwegs, steht sie noch beim Gärtner oder gibt es irgendwo anders ein Problem? Scan-Informationen sorgen für mehr Klarheit und verhindern, dass Mitarbeiter erst alle möglichen Stellen anrufen müssen, um herauszufinden, wo sich eine Lieferung gerade befindet. „Wenn man genau sehen kann, wo sich etwas befindet, muss man nicht erst zwanzig Minuten lang herumtelefonieren. Dann weiß man zumindest, woran man ist.“

Eine gute ETA beginnt mit mehr Scan-Informationen

Heyl teilt inzwischen auch Wareneingangsscans mit Floriday. Sobald eine Lieferung bei der Eingangskontrolle am Wareneingang von Heyl gescannt wird, wird diese Information an Floriday weitergeleitet. Laut Koen liegt der größte zukünftige Wert darin,  ETAs (Estimated Time of Arrival,  also die voraussichtliche Ankunftszeit von Lieferungen) anzuzeigen. „Eine gut geschätzte voraussichtliche Ankunftszeit: Damit kann ich etwas anfangen.“

Um solche Prognosen zuverlässiger zu machen, braucht man Informationen aus mehreren Gliedern der Kette. Denken Sie an Ladescans bei Gärtnern, Scans bei Spediteuren, Hub-Scans und Wareneingangsscans beim Käufer. Jeder zusätzliche Scan hilft dabei, ein genaueres Bild davon zu bekommen, wo sich eine Lieferung gerade befindet. Das passt zu Floridays Ziel, immer mehr Scan-Daten zu kombinieren und so klare ETA-Prognosen zu ermöglichen.

Warum es sich lohnt, Zeit in Ladescans zu investieren

Gärtner geben regelmäßig an, dass ein Ladescan zusätzliche Zeit kostet. Koen versteht dieses Argument, sieht aber durchaus Situationen, in denen diese Informationen einen Mehrwert bieten. „Wenn die Lieferung nicht wie vereinbart eingegangen ist, ist es hilfreich zu wissen, dass sie bereits unterwegs ist. Als Gärtner trägt man die Verantwortung für eine pünktliche Lieferung. Wenn das einmal nicht gelingt, hilft Track & Trace dabei zu zeigen, wo sich die Ware befindet und was passiert ist.“ Wenn sich eine Lieferung verzögert, trägt jeder zusätzliche Schritt in der Lieferkette dazu bei, schneller Klarheit zu gewinnen. Es geht nicht darum, sich gegenseitig zu kontrollieren, sondern darum, besser vorausschauen zu können. „Wenn Sie feststellen, dass eine Lieferung nicht rechtzeitig eintreffen wird, teilen Sie uns dies bitte mit. Das ist das Mindeste, was Sie tun können.“

Die gleichen Erwartungen gegenüber den eigenen Kunden

Heyl nutzt Track-&-Trace-Informationen nicht nur für den eigenen Betrieb: Auch gegenüber den eigenen Kunden informiert Heyl aktiv über die voraussichtlichen Lieferzeiten – und zwar mithilfe einer eigens entwickelten Software. „Unsere Kunden sind daran gewöhnt, dass die Waren um 7 Uhr angeliefert werden. Sollte das aber mal nicht der Fall sein, können sie über Track & Trace schnell sehen, wie viele Stopps unser Fahrer noch vor sich hat und wann er voraussichtlich ankommen wird.“

Laut Koen ist das eine logische Entwicklung. „Unsere Kunden wollen letztendlich dasselbe wie wir: wissen, wann ihre Waren eintreffen.“ Durch die Bereitstellung von Scan-Informationen können auch Floristen besser einschätzen, wann Produkte eintreffen und ob Maßnahmen erforderlich sind, falls eine Lieferung vom Zeitplan abweicht. „Man möchte sich darauf verlassen können, dass die Ware pünktlich geliefert wird. Und falls nicht, entsprechend reagieren können. Dafür ist Track & Trace wirklich sehr praktisch.“

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